salad-1440111_1920Die Neue Liberale – Die Sozialliberalen lehnen den Vorschlag der CDU Niedersachsen ab, dass vegetarische Fleischersatzprodukte nicht mehr als „Wurst“ oder „Schnitzel“ verkauft werden dürfen. Unabhängig von der Frage, ob es in Niedersachsen nicht echte Probleme gibt, mit denen sich eine Oppositionsfraktion beschäftigen sollte, verweist der Entschluss auf zwei äußerst problematische Grundhaltungen, welche die Neuen Liberalen entschieden ablehnen.

Zum einen traut die CDU offenbar den Menschen im Lande nicht zu, den Text auf einer Lebensmittelverpackung lesen und verstehen zu können. In schlechter alter Manier setzt die CDU auch in diesem Fall auf die Bevormundung der Verbraucher. Liberale Politik dagegen setzt auf die Eigenverantwortung der Menschen und vertraut darauf, dass sie ein Fleischersatzprodukt durchaus von einer Wurst aus Fleisch unterscheiden können.

Darüber hinaus lehnt die Neue Liberale eine Politik ab, die sich in erster Linie als Vertreter bestimmter Lobby-Interessen versteht. Wenn die Fleischindustrie die Konkurrenz durch vegetarische Produkte fürchtet, ist es nicht Aufgabe der Politik, ihr dabei zu helfen, diese Konkurrenz durch vermeintliche „Verbraucherschutz“-Politik zu schwächen.

Die Verbraucher brauchen diese Art von „Schutz“ nicht – und die Fleischindustrie sollte sie nicht bekommen.